Mein Leben
Als erstes möchte ich mich einmal vorstellen! Mein Name ist Rex und ich bin ein Schäfermischling. Heute will ich euch aus meinem Leben erzählen. Als ich zur Welt kam, hatte ich noch einen Bruder und eine Schwester, ich selbst bin auch ein Junge. Unsere Mutter war eine wunderschöne Hündin und die Menschen bei denen wir wohnten waren sehr lieb zu uns. Wir konnten den ganzen Tag im Garten rumtoben, durften ins Haus und die Kinder spielten mit uns. Was für ein tolles Leben.
Wir wurden immer größer u. eines Tages kamen Leute die wir nicht kannten. Sie kamen zu uns und waren ganz begeistert weil wir so schön sind. Meine Schwester, gefiel ihnen wohl am besten die Frau hob sie auf und ging auf einmal mit meiner Schwester weg. Hallo, halt das könnt Ihr doch nicht machen, lasst meine Schwester hier, wartet nur wenn meine Mama kommt so riefen wir den Leuten nach! Doch sie hörten nicht auf uns und Mama war auch nicht da. Kurze Zeit danach kam unsere Mama wieder, sofort suchte sie nach ihrem Mädchen. Doch es war nicht mehr da und wir waren alle sehr traurig!
Es dauerte nicht lange und schon wieder kamen fremde Menschen. Schnell wollte ich mich verstecken, denn ich wollte nicht weg so wie meine Schwester, ich wollte hier bleiben. Plötzlich griff mich ein Mädchen und rief: Papa komm schau doch mal, den will ich haben, er soll Rex heißen, so kam ich zu meinem Namen. Sie haben mich einfach mitgenommen, nicht einmal Aufwiedersehen konnte ich zu meinem Bruder und zu meiner Mama sagen.
Wir fuhren mit dem Auto und ich weinte die ganze Zeit, doch das Mädchen streichelte mich und versuchte mich zu trösten. Wir hielten an einem großen Haus mit tollem Garten und ich wurde auch von einer Frau freundlich aufgenommen. Die erste Nacht war furchtbar, aber das Mädchen lies mich sogar in ihrem Bett schlafen. Mein neues Leben konnte beginnen.
Es war wunderschön, wir tobten stundenlang, gingen spazieren, sogar in eine Hundeschule bin ich gegangen. Nun war ich schon zwei Jahre alt und mein Frauchen wurde in dieser Zeit fast erwachsen. Eines Tages brachte sie einen Jungen nach Hause den ich schon vom spazieren gehen kannte. Seit der auftauchte hatte sie wirklich kaum noch Zeit für mich. Sie hörten Musik, oder lagen faul auf dem Bett herum. Wenn mein großes Frauchen von der Arbeit kam sagte Sie immer öfter, wenn das so weitergeht dann würde sie den Hund (also mich ) verschenken! Ab sofort versuchte ich noch braver zu sein als sonst, aber es half alles nichts.
Eines Abends kam ein großer Mann und hat mich einfach mitgenommen. Wir fuhren wieder einmal sehr lange mit dem Auto. Als die Fahrt zu Ende war, sah ich ein großes Haus mit einem ich glaube man nennt es einen Stall. Vom Auto heraus schnüffelte ich erst einmal, es roch nicht schlecht. Na ja dachte ich mir, hier kann ich wenigstens laufen und vielleicht auch die anderen Tiere ärgern. Als ich ins Haus laufen wollte schrie der Mann: “Rex hierher”! Weil ich ihm ja gefallen wollte gehorchte ich sofort. Aber was soll das, er hat mich einfach an eine Kette angebunden und ging alleine ins Haus. Verzweifelt versuchte ich die Kette los zu werden! Aber je mehr ich zog um so mehr schnitt die Kette mir die Luft ab. Es war schlimm für mich. Als ich mein neues Herrchen wieder sah, stellte er mir Futter und Wasser hin. Aber ich wollte das nicht, ich wollte mit Ihm gehen. Auf die Felder oder in den Stall aus dem die anderen Tiere schrien. Die ersten Tage habe ich nicht gefressen aber dann war der Hunger so groß das ich alles gefressen habe. So vergingen die ersten Tage und Wochen. Keiner kam um mich zu streicheln oder mich von der Kette zu lassen. Also fing ich an die Leute die zu uns auf den Hof kamen anzubellen. Vielleicht würden die ja dann mit mir spielen. Im Gegenteil, die Kinder vom Nachbarn warfen sogar mit Steinen auf mich. Na wartet wehe wenn ich mal von dieser Kette komme!
Die Sommer waren schlimm, denn manchmal kam Herrchen sehr spät von der Arbeit auf dem Feld zurück und ich hatte schon lange kein Wasser mehr! Im Winter war mein Napf oft eingefroren, aber ich habe mich nie beklagt, sondern bewachte immer Haus und Hof.
Die Jahre vergingen und oft hatte ich Schmerzen in meinen Gelenken. Manchmal konnte ich schon gar nicht mehr aufstehen so quälten mich meine alten Knochen! Sehr oft erinnerte ich mich an meine Zeit zurück, als ich noch bei Mama und meinem ersten Frauchen war. Es waren immer schöne Träume und ich hoffte das es Mama und meinem Frauchen gut geht! Was wohl aus meinen Geschwistern geworden ist?
Es ist auf einmal sehr kalt geworden und die Schneeflocken bleiben auf mir liegen, weil ich nicht mehr aufstehen kann. Kann mir denn niemand helfen? Meine Augen werden schwer und ich bin Todmüde! Nanu was ist los? Hallo Mama, wo kommst du denn jetzt her. Hallo Brüderchen du auch hier? Schaut euch doch die große Wiese und die schönen Blumen an, lasst uns spielen, denn ich habe plötzlich keine Schmerzen mehr es geht mir so gut wie nie im Leben. Als ich vom toben müde war schloss ich meine Augen und sah den Hof und einen eingeschneiten Hundekörper. Doch dieses Leid war für mich zu Ende. Für mich begann eine neue endlose Zeit.
Den Menschen möchte ich noch sagen, erspart dies alles meinen Nachfolgern, denn auch wir kennen Leid, Schmerz und Trauer!
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